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Elefanten

.......ein kurzer Überblick über eine der faszinierendsten Tiergruppen
unserer Erde......

Ein großes Herz für große Tiere! 

Elefanten sind nicht nur die größten Landtiere, sie gehören sicher auch zu den beliebtesten. Jedes Kind kennt und liebt die großartigen Riesenrüssler. Ihre Lebensweise, Familienstruktur, Intelligenz und ihr außergewöhnliches Erscheinungsbild fasziniert uns Menschen seit jeher. Elefanten werden in Zoos bewundert, als Arbeitstiere eingesetzt, oder sind Teil religiöser Kulte und Zeremonien. Am schönsten ist es jedoch einen Elefant in Freiheit in seinem natürlichen Lebensraum zu beobachten. 

Dazu muss man allerdings entweder nach Afrika oder Asien reisen. Denn nur hier kommen die drei letzen Überlebenden der einst artenreichen Rüsseltiere (Proboscidea) heute noch vor.

In Afrika gibt es zwei Arten: der in eher offenen Busch- und Savannenlandschaften lebende Afrikanische Elefant Loxodonta africana und der gut an den Dschungel angepassten etwas kleinere Waldelefant Loxodonta cyclotis.

In Asien gibt es nur eine Elefantenart, Elephas maximus (Asiatischer Elefant), die allerdings meist - hitzig debattiert von Wissenschaftlern - in mehrere Unterarten unterteilt wird: den auf dem Festland lebenden Elephas maximus indicus, und die drei Inselbewohner Elephas maximus maximus auf Sri Lanka, Elephas maximus borneensis auf Borneo, und Elephas maximus sumatranus auf Sumatra: unseren geliebten Sumatra-Elefanten.

Vergleich zwichen Afrikanischen Elefant (Loxodonta, links) und Asiatischem Elefant (Elephas, rechts)



Was alle Elefanten auszeichnet ist ihr Rüssel, eine Verschmelzung der verlängerten Nase und Oberlippe. Was wir mit unseren Händen tun, machen Elefanten mit ihrem Rüssel. Sie können damit sowohl schwere Lasten wie z.B. Baumstämme anheben als auch kleinste Gegenstände wie einzelne Blätter aufnehmen, Streicheleinheiten oder Prügel austeilen. Der Rüssel dient auch zum Trinken, als Werkzeug zur Nahrungsaufnahme und –Vorbereitung, zur Kommunikation mittels verschiedenster Lautäußerungen, als hochsensibles Riechorgan, Staubschleuder, Duschbrause…..und vieles mehr. Einfach genial, so ein Rüssel!

Sumatraelefant schnuppert mit seinem Rüssel in Richtung Kamera



Neben ihrem Rüssel, den großen Ohren und säulenartigen Beinen fallen Elefanten vor allem auch wegen ihrer schieren Größe auf. Über fünf Tonnen Gewicht bei einer Schulterhöhe von über drei Metern sind keine Seltenheit. Ihr Appetit ist demensprechend ebenfalls riesig, etwa 4% ihres Körpergewichts fressen Elefanten pro Tag: bei einem 5 Tonnen Tier sind das 200kg!

Größenvergleich. Ein Mann steht neben einem Sumatraelefanten

Elefanten lieben Wasser. Sie schwimmen gerne und gut, Baden (auch mit Schlamm und Sand) gehört zur täglichen Körperpflege. Und natürlich trinken sie auch eine Menge: duzende Liter pro Tag, wenn möglich. Für Wasser laufen Elefanten viele Kilometer weit auch durch unwegsames Terrain, und die erfahrenen älteren Tiere merken sich jede Wasserstellen genau und finden sie auch nach Jahren wieder. 

Mehrere Sumatraelefanten baden gemeinsam in einem braunen Fluss
Eine Gruppe von Elefanten zieht an eine Wasserstelle zum trinken

Elefanten sind sehr soziale Tiere, alle Tiere in einem Gebiet kennen sich untereinander und Freundschaften werden über viele Jahre aufrechterhalten. Die weiblichen Elefanten, Elefantenkühe genannt, leben in Familienverbänden die sich meist aus eng miteinander verwandten Tieren unterschiedlichen Alters zusammensetzen. Oft leben drei oder sogar mehr Generationen zusammen und bilden eine Großfamilie mit mehr als einem Dutzend Mitgliedern. Geführt werden diese Familien immer von einer Leitkuh, meist das älteste und damit erfahrenste Weibchen der Gruppe. Sind die Bedingungen gut, dann können sich auch mehrere Familien zu einer großen Herde zusammenfinden, die dann für einige Zeit gemeinsam umherzieht.

Elefantenbullen (so werden die männlichen Tiere genannt) wachsen zwar ebenfalls im Familienverband auf, verlassen aber beim Erreichen des Erwachsenenalters mit etwa 10-14 Jahren die Gruppe um eigene Wege zu gehen. Dieses Verhalten ist biologisch gesehen sehr wichtig um Inzucht zu vermeiden. Da aller Anfang schwer ist, finden sich die Jungbullen zu Beginn oft in kleineren Junggesellengruppen zusammen, oder folgen älteren, erfahrenen Bullen.

Eine eigentliche Paarungszeit gibt es bei Elefanten nicht, jedoch kommen voll ausgewachsene gesunde Bullen in größeren Zeitabständen in einen Zustand der von erhöhtem Testosteronlevel, erhöhter Aggressivität und ausgeprägtem Interesse an Kühen in Östrus gekennzeichnet ist: der Musth. Aber ob in Musth oder nicht, bei den Elefanten gilt Damenwahl, die letze Entscheidung über den Paarungspartner fällt also die Kuh selbst.

Nach erfolgreicher Paarung schließt sich eine Tragzeit von 18 bis 22 Monaten an – die längste aller Landsäugetiere. Bei der Geburt wiegt das Elefantenbaby meist schon über 100 kg, ist voll entwickelt und kann bereits nach wenigen Stunden aufstehen und – wenn auch wackelig – umherlaufen. Es trinkt die Muttermilch mit dem Mund, nicht mit dem Rüssel – den lernen sie erst nach einiger Zeit richtig zu „bedienen“, am Anfang schlenkert er noch unkontrolliert umher. So ein Präzisionsgerät verlangt eben einiges an Übung ab!


Eine kleine Gruppe Afrikanischer Elefanten mit Neugeborenem Elefantenbaby

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